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Grüner Star – Glaukom

Der Grüne Star bezeichnet nicht nur eine bestimmte Augenkrankheit sondern umfasst eine Vielzahl von Augenerkrankungen, die den Sehnerv oder auch die Nerven der Netzhaut schädigen bzw. zerstören. Ursache hierfür ist meist ein erhöhter Augeninnendruck. Da ein unbehandelter Grüner Star zu Erblindung führt, ist eine rasche und umsichtige Behandlung notwendig.

Informationsabende

Benötigen Sie weitere Informationen oder haben Sie eine persönliche Frage zur Grüner-Star-Operation? Dann besuchen Sie die kostenlosen und unverbindlichen Infoabende.

Aktuelle Termine:

Derzeit kein aktueller Termin vorhanden

Beginn: 18:00 Uhr

Ort: Hörsaal des Diakonie-Klinikums, Haupteingang Rosenbergstr. 38, 70176 Stuttgart

Anmeldeformular

Krankheitsbild und Symptome

Man unterscheidet eine Vielzahl unterschiedlicher Glaukome mit ähnlichen Symptomen: In der Regel ist der Krankheitsverlauf schmerzfrei und wird durch die schleichende Abnahme der Sehleistung erst spät wahrgenommen. Erst wenn es schließlich zur Schädigungen am Sehnerv kommt, machen sich Sehminderungen bemerkbar. Meist kommt es zu einer bogenförmigen Einengung des Sehfelds. Bei einer bestimmten Ausprägung des Glaukoms, dem sogenannten Engwinkelglaukom, kann es jedoch auch zu starken Schmerzen und Rötungen des Auges kommen.

Oftmals, jedoch nicht immer, geht die Glaukomerkrankung mit einem erhöhten Augeninnendruck einher. Während einige Glaukome Alterserscheinungen sind, können sekundäre Glaukome auch in Folge von Verletzungen oder Entzündungen im Auge entstehen. Selbst Neugeborene können auf Grund von Fehlbildungen des Kammerwinkels bereits am Grünen Star leiden.

Glaukome können, sofern sie frühzeitig erkannt wurde, mit Augentropfen behandelt werden.

Voruntersuchung

Im Rahmen unserer Glaukomsprechstunde bieten wir in unserer Augenklinik modernste Diagnostikverfahren zur Überprüfung des Sehnervs an:

  • Augenspiegelung (Ophthalmoloskopie)
    Zunächst gibt eine Augenspiegelung einen ersten Überblick über die Netzhaut. So können wir Netzhautarterien und -venen, die Sehnervenpapille und die Makula beurteilen.
  • Gonioskopie und Spaltlampe
    Mittels Spaltlampe und Gonioskop ist es uns möglich ein genaues Bild von der Augenlinse, der Hornhaut, der Bindehaut, der Regebogenhaut, dem sog. Kammerwinkel und auch des Sehnervkopfes zu erhalten.
  • Messung des Augeninnendruckes (Tonometrie)
    Da ein erhöhter Augeninnendruck eine Glaukomerkrankung begünstigt, messen wir diesen im Rahmen regelmäßiger Vorsorgeuntersuchungen und bei konkretem Verdacht auf ein Glaukom.
  • Laser-Tomografie
    Mittels verschiedener Laser-Tomografie können wir den Sehnerven präzise ausmessen und Veränderungen erkennen.
  • Vermessung der Hornhaut (Pachymetrie)
    Da die Beschaffenheit der Hornhaut den Augendruck beeinflusst, messen wir bei der Voruntersuchung ihre Dicke.
  • Gesichtsfelduntersuchung (Permimetrie)
    Die Gesichtsfeldmessung gibt uns Aufschluss darüber, ob dieses bereits eingeschränkt ist und in welchem Ausmaß. Den Patienten werden verschiedene optische Reize präsentiert, die an unterschiedlichen Stellen des Blickfeldes platziert werden. So kann für die spätere Verlaufskontrolle nachvollzogen werden, wo Gesichtsfeldausfälle auftreten.
Behandlung

Um bei einem Glaukom die Funktion des Sehnervs zu erhalten, ist eine Senkung des Augeninnendrucks notwendig. In der Regel wird der Grüne Star über eine Tropftherapie behandelt, die den Augeninnendruck verringert. Der Druck auf den Sehnerv wird reduziert und ein Fortschreiten der Krankheit kann dadurch verhindert werden. Sollte diese Therapie nicht zu einer ausreichenden Drucksenkung führen, kann eine Operation oder Laserbehandlung der einzige Weg sein, die Sehfähigkeit zu erhalten.

Ergeben die Voruntersuchungen, dass eine Operation der beste Weg ist, entscheiden wir gemeinsam mit unsere Patienten die geeignete Operationsmethode. Denn da die Glaukomerkrankung vielfältige Ursachen haben kann, kommen grundsätzlich verschiedene OP-Verfahren in Frage. Die OP-Techniken zielen darauf ab, einen Abfluss des „Kammerwassers“ zu ermöglichen, das in vielen Fällen verantwortlich für den erhöhten Augendruck ist.

Ablauf der Operation

Alle Operationen werden von unseren erfahrenen Ophthalmologen und mittels modernster Technik durchgeführt. Patienten erhalten in der Regel eine lokale Betäubung. Die Eingriffe dauern zwischen 15 und 30 Minuten und sind schmerzfrei. Ob ein stationärer Aufenthalt notwendig ist, oder die Klinik am selben Tag verlassen werden kann, hängt von der gewählten Behandlungsmethodik ab.

Nachsorge

Die direkte Nachkontrolle übernimmt dann wieder der Facharzt für Augenheilkunde. Er wird auch eine dauerhafte Nachsorge übernehmen.